Es ist Zeit, ins Bett zu gehen.
Du bist müde.
Das Licht ist gleich ganz erloschen.
Und auf einmal stellt ein Kind die Frage:
„Aber wo hört das Universum eigentlich auf?"
Oder auch so:
"Finden Fische uns Menschen eigentlich merkwürdig?"
Oder auch so:
"Warum träumen wir eigentlich?"
Kinder haben eine Begabung dafür, aus heiterem Himmel philosophisch zu werden.
Warum Kinder gerade solche Fragen von so großer Tragweite stellen
Kinder sind unentwegt auf Entdeckungstour.
Für sie ist beinahe alles Neuland:
- Zeit,
- Platz,
- Gefühle,
- Leben
- und Fantasie.
Kinder stellen dadurch Fragen, die sich Erwachsene oft seit Jahren nicht mehr gestellt haben.
Neugier und Fantasie sind eng miteinander verbunden
Viele große Fragen nehmen ihren Anfang gerade in der Fantasie.
Was wäre, wenn…
- Wenn Tiere sprechen könnten?
- Ob die Zeit einfach stillstehen könnte?
- War das alles nur ein Traum?
Genau diese Neugierde greifen Geschichten optimal auf.
Warum ausgerechnet vor dem Einschlafen solche Gespräche entstehen
Tagsüber lenkt einen genug ab.
Abends jedoch kehrt Ruhe ein.
Erst dann entsteht wirklich Raum zum Nachdenken.
Und genau deshalb haben Gute-Nacht-Geschichten etwas ganz Besonderes an sich.
Oft sind sie es, die überraschend das Gespräch eröffnen.
Warum Kinder es so lieben, sich selbst in Geschichten wiederzufinden
Wenn ein Kind sich in einer Geschichte selbst wiederfindet, fühlt sich das gleich viel echter an.
Dann werden aus großen Fragen plötzlich ganz persönliche:
- Würde ich mir das überhaupt zutrauen?
- Wie würde ich mich in dieser Lage verhalten?
- Könnte das tatsächlich funktionieren?
Solche Geschichten gewinnen dadurch enorm an Spannung.
Geschichten sind im Grunde nichts anderes als kleine Gedankenexperimente
Eine gute Geschichte bringt Kinder zum Nachdenken, ganz ohne dass es sich nach Lernen anfühlt.
Vielleicht liegt genau darin die Kraft der Fantasie.
Kinder stellen vielleicht die klügeren Fragen als Erwachsene
Erwachsene wollen meist möglichst rasch eine Antwort finden.
Kinder trauen sich, dem Staunen mehr Raum zu geben.
Und vielleicht ist das im Grunde die klügere Herangehensweise.
